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Scrum Toolbox

Unerwünschte Wirkung

 Mai 26, 2018

von  Sebastian

​Die unerwünschte Wirkung ist eine Entität in Bäumen bei den Denkprozessen der Engpasstheorie. Sie drückt einen Sachverhalt aus, der in einem betrachteten System als nicht wünschenswert angesehen wird. ​Häufig finden sich unter den unerwünschten Wirkungen typischen Probleme, wie wir sie aus unserem Alltag kennen.

​Was ist die unerwünschte Wirkung?

​Als unerwünschte Wirkung oder auch undesirable effect (UDE) wird eine Situation bezeichnet, die aus Sicht der Betrachter des Systems nicht zufriedenstellend ist. Sie können auch von einem Problem sprechen. Jede dieser UDEs ist auch eine sogenannte Entität.

Wie werden unerwünschte Wirkungen formuliert?

​Wenn Sie so eine Entität formulieren wollen, dann gibt es ein paar Kriterien auf die Sie achten müssen. Die unerwünschten Wirkungen ​entfalten die volle Kraft, wenn Sie auf die folgenden Punkte Wert legen.

  • ​Formulieren Sie die UDEs immer in der Gegenwart. Formulieren Sie dabei einen ganzen Satz, den jeder der Stakeholder aus dem System verstehen können muss.
  • ​Vermeiden Sie Konjunktive. Eine UDE muss immer erlebbar sein. Sie ist also vorhanden, kann beobachtet werden und ist eine Tatsache.
  • ​Eine unerwünschte Wirkung muss atomar sein. Vermeiden Sie bereits Schlussfolgerungen innerhalb der Entität und beschreiben Sie immer nur einen Sachverhalt.

​Wo treten die unerwünschten Wirkungen auf und wie finden Sie diese?

​Im täglichen Leben, beruflich wie privat. ​Wenn wir Produkte mit Scrum entwickeln, dann können wir ein Event sehr gut nutzen, um unerwünschte Wirkungen zu finden: die Retrospektive. Wie das genau funktioniert habe ich mit meinem Kollegen zusammen in einem Artikel im Projektmagazin beschrieben.

Überlegen Sie immer, "was stört mich gerade in meiner aktuellen Situation (System)?". Das sind sehr häufig schon gute Indikatoren für Ihre undesirable effects. Oben finden Sie die Hinweise, wie Sie diese UDE's dann am besten auch formulieren.

​Wirkungen und Ursachen

​Wo eine Wirkung, da auch eine Ursache

​Wenn Sie eine negative Ursache vorfinden, dann hat diese auch eine Ursache. Aufgrund eines bestimmten Sachverhalts tritt eben genau diese ​unerwünschte Wirkung statt.

​Auch wenn das zunächst wenig positiv klingen mag: Sie wissen, es gibt eine Ursache zu dem Sachverhalt, den Sie gerade betrachten. Das ist grundlegend sehr gut, denn Sie haben einen Punkt, an dem Sie ansetzen können.

​Nicht immer ist die Ursache klar

​Die Denkprozesse der Engpasstheorie visualisieren einfach entsprechende Sachverhalte, die existieren. Mit den beteiligten Personen. Nehmen wir nun ein ganz typisches Thema einer Organisation: "Wir verdienen zu wenig Geld mit unseren Produkten" (auch wenn hier "zu wenig" im Grund unscharf ist, soll es für das Beispiel reichen).

​Je nach Blickwinkel kann das durchaus eine unerwünschte Wirkung sein, bei der aber im Unternehmen gar nicht genau klar ist, was die Ursache ist. Schauen wir uns die Möglichkeiten einmal genauer an.

Unerwünschte Wirkung

​Die unerwünschte Wirkung (undesirable Effect) kann unterschiedliche Ursachen haben. Drei mögliche Ursachen werden in dem Screencast vorgestellt.

​Wenn wir uns mit entsprechenden Stakeholdern aus dem System unterhalten würden, dann könnten wir so vielleicht schon den einen oder anderen Grund ausschließen. ​

In weiteren Beiträge, die ich immer mit Schlagwort Denkprozesse der Engpasstheorie markieren werden, sehen wir uns dann gemeinsam die unerwünschten Wirkungen im größeren Zusammenhang an.

Sebastian

Ein paar Worte über den Autor

Agile Team Facilitator Sebastian Schneider
ICP-ACC Sebastian Schneider
Sebastian Schneider CSP
Sebastian Schneider CSP-PO

Sebastian Schneider ist dem Framework Scrum - es war Liebe auf den ersten Sprint - bereits seit 2005 verfallen. Seitdem begleitet er Unternehmen (meist größere) bei der Transition in eine neue Arbeits- und Produktwelt. Dafür findet er den richtigen Grad zwischen zielgerichteten systemischen Impulsen und dem nachhaltigen Coaching in der Organisation, um diese bei der Entwicklung und Optimierung des eigenen Kundenmehrwerts zu unterstützen und entwickelt mit ihnen Produkte, die ihre Kunden lieben. Im richtigen Maß gehören dazu die effektive und effiziente Facilitation dazu, sowie agile Spiele und Simulationen, die sein Themenfeld auf einfache Art begreiflichen machen. Auf Konferenzen, sei es im Fachbeirat oder als Akteur, gibt er gerne Erkenntnisse weiter und freut sich über Kontakte von Angesicht zu Angesicht.

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